
Das Museumsgebäude wurde zwischen 1932 und 1936 auf Anregung der Einwohner von Krummhubel-Karpacz als Regionalmuseum errichtet. Es war bis 1946 in Betrieb und wurde anschließend geschlossen. Anfang der 1970er-Jahre entstand in Karpacz die Idee, ein Sport- und Tourismusmuseum zu gründen. Das Sport- und Tourismusmuseum der Region Riesengebirge (Karkonosze) wurde 1974 als Zweigstelle des Sport- und Tourismusmuseums in Warschau eröffnet. Die Sammlung des Museums besteht aus Exponaten von Privatpersonen, Schenkungen und Leihgaben anderer lokaler Museen.
Zu den Besonderheiten des Museums gehört das eigens errichtete Fundament, das links vor dem Haupteingang zu sehen ist. Der Sockel des Gebäudes besteht aus Gesteinen, die in den Sudeten vorkommen und so einen Panoramablick auf die geologischen Schichten der Region ermöglichen. Jeder Stein ist einzigartig. Zu den Exponaten zählen Granit, Basalt, Sandstein, Glimmerschiefer, Grünschiefer, kristalliner Kalkstein, Quarzgneis, Mergel und Hornfels – ein streng geschütztes Gestein, das charakteristisch für die geologische Struktur von Śnieżka ist. Um das Museum herum wurde ein Alpengarten angelegt.
Die Dauerausstellung präsentiert eine außergewöhnlich interessante Skisammlung, die vom 19. Jahrhundert bis in die 1950er-Jahre reicht. Zu sehen sind außerdem die für die Region während der deutschen Kolonialzeit so typischen Hörnerschlitten, Freizeit- und Rennschlitten, ein einzigartiger Bob aus der Zeit um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert, Skeleton-Schlitten, Skibobs und vieles mehr. Die Sammlung über die Laboranten des Riesengebirges ist absolut einzigartig. Sie umfasst Kräuterkessel, Ampullen, Alraunenwurzeln, eine Medikamentenliste und ein Zertifikat eines Laboranten. Im Naturbereich wird ein einzigartiges Panorama des Riesengebirges (5 x 2 Meter) gezeigt, das Vögel und Tiere dieser Region sowie eine Kuriosität: ein zweiköpfiges Kalb, das einst in diesem Gebiet geboren wurde. Das Museum präsentiert regelmäßig thematisch passende Sonderausstellungen, darunter "Das Riesengebirge im Winter", "Das Riesengebirge in alten Grafiken", "Das Olympiaplakat", "Liczyrzepa, Herrscher des Riesengebirges" und "Polen im Riesengebirge". Hier können Sie auch die wertvollsten Erinnerungsstücke von Tadeusz Różewicz bewundern: den Nike-Preis, den polnischen Literaturpreis, und viele weitere, wie zum Beispiel Manuskripte des Dichters und Werke mit Bezug zum Riesengebirge. Wenn der Dichter Karpacz besucht, ist er oft im Alpengarten anzutreffen – seinem Lieblingsplatz mit einem herrlichen Blick auf das östliche Riesengebirge.